Better Moon

In den 70er war Discomusik so beliebt, dass es bei der NASA Pläne gab den Mond in eine Discokugel zu verwandeln. Riesige Metallfolien, nur wenige Mikrometer dünn, sollten den Mond in einen gigantischen Spiegel verwandeln. US-Militärs wollten mit einer Atomexplosion den Mond zum rotieren bringen.

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Don´t Lie To Me, Teppich!

“Wir waren für vier Jahre in einem Tretlager der Armee In Bad Kötzting. An den Wochenenden mussten wir die toten Teppiche aus den Fenstern hängen, es war eine elende Plackerei.

Helens Photo zeigt einen der wenigen Höhepunkte aus dieser Zeit. Eine Großmolkerei hatte unseren damaligen Leibkoch Radomil als Testimonial für Tsaziki (abweichende Schreibweise: Zaziki) auserkoren. Radomil war zwar Bulgare und kannte Tsaziki eigentlich als Tarator. Aber das war uns egal, wir suchten nur einen Grund zu feiern.

Das Photo wurde vor dem Fest im Casino aufgenommen. Mit dem Beamer warfen wir Grafiken an die Wand. Die zeigten Tanzpaare als Schattenriss, dazu wurde der Name des Tanzes entsprechend der Musik eingeblendet: Discofox, Rumba, langsamer Walzer, usw. So wusste jeder Bescheid, was zu tanzen war.

Ich konnte an diesem Wochenende allerdings nur kurz mitfeiern. Früh am Sonntag fuhr ich ins ungarischen Pécs um dort eine Kleinpflasterplastik vor dem Vaserely-Museum fertigzustellen. Eine Art abstraktes Relief, mit verschiedenen Licht- und Schatteneffekten, je nach Sonneneinstrahlung und Standpunkt des Betrachters.”

Hopo Manoush, 2011 / Photo: Helen Kurichi

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(Es) Muss Die Musik Sein

Arturo Onyx gilt als Erfinder des Release & Catch (R&C) Angelns. Die Fische, die auf Caroline Island bei Starkregen vom Himmel fallen, werden in buntes Krepppapier eingewickelt und nehmen so Farbe an. Später werden die Fische im Meer ausgesetzt. Nach einer gewissen Zeitspanne, die je nach Ehrgeiz des Anglers zwischen wenigen Minuten und ein paar Jahren betragen kann, wird versucht die Fische wieder einzufangen. Bisher gelang dies nur einem Angler: Saykam Phommmachhanh, ein laotischer Bienenzüchter, der im September 1997 bei Arturo zu Besuch weilte, fing einen Fächerfisch, der vier Jahre zuvor ausgesetzt worden war. Der Fisch trug klar erkennbar die Krepppapier-Färbung von 1993, ein kräftiges Orange.

Arturo fragte in seinem Tagebuch: Kann ein Laternenfisch einen Mondfisch beleuchten? Kann sich der Mondfisch dabei ganz langsam um die eigenen Achse drehen? Wenn es dann zur Aufführung kommt, oder gar eine Tournee daraus wird, macht es dann nicht Sinn einen Kofferfisch mitzunehmen?

Photo: Erich Linkheu

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Die Woche über oben üben

„Rollos“ ist keine Eigenschaft von Jalousien!

„Das ist in unsere Dachetage in Wunstorf, mit der handgebrochenen Designerlampe. 2009 hatten wir eine Homestory in ‘Honey H’. Pfeffer- und Salzstreuer stellen wir auf alle unsere Tische, damit wir während des Essens nicht aufstehen müssen. Sukkulenten gehören für mich ins Zentrum jeder gut gedeckten Tafel! Hier ist es eine Crassula platyphylla Burgundy. Sukkulenten sind die Art Pflanzen, die beim Essen auch mal den Ellenbogen auf den Tisch legen. Die Gardinenfrage ist noch offen, wir experimentieren mit den unterschiedlichsten Varianten.“

Hopo Manoush, 2011 ⁄ Photos: Helen Kiruchi

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Sierre Sieders Sion Schweiz

Discothèque, Saloon, Pub, Restaurant de Nuit, Cabaret, Disco Bar, Night Club – alles unter einem Dach! Arturo Onyx betreibt dieses Vergnügungskonglomerat in der Peripherie zwischen den Orten Siders/Sierre und Sion im Schweizer Kanton Wallis. Die Universität von Solothurn hat Arturo bestätigt, dass die Sprachgrenze zwischen der deutsch- und französischsprechenden Schweiz mitten über seine Tanzfläche läuft. Ein entsprechendes Zertifikat hat Arturo gerahmt und hinter dem Bartresen aufgehängt.
Auf dem Flughafen Basel Mulhouse Freiburg (IATA Codes: BSL, MLH und EAP) betreibt Arturo außerdem das „News-Café“. Die eine Hälfte der Bar liegt auf Schweizer Zollgebiet, während sich der andere Teil in Frankreich befindet. Die Bar wurde streng symmetrisch gestaltet, die Ländergrenze ist zugleich ihre Spiegelachse. Man zahlt in Euro oder Schweizer Franken, abhängig davon auf welcher Seite der Bar man steht.
Die Sommermonate und den Jahreswechsel verbringt Arturo in seiner Strandbar auf dem Caroline-Atoll (seit dem Jahre 2000: „Millenium Island“) im Pazifik. Dort, genau auf der Datumsgrenze gelegen, feiert Arturo zusammen mit Freunden als einer der Ersten auf unserem Planeten Silvester. Meist mit einer Melchisedech Flasche Champagner, die er per Flugzeug und Schiff aus Frankreich kommen lässt.
„Jetzt von einem Disco-Revival zu sprechen erscheint mir etwas oberflächlich, Disco ist doch immer da, zum Beispiel im House. Einzelne Bands unter dem Begriff „Neo-Disco“ zu fassen halte für den falschen Ansatz. Discomusik lebt von ihren ProduzentInnen, die sich zu immer neuen Kollaborationen zusammenfinden.“
(zitiert nach: Onyx, Arturo – Interview in „Hano Hou“, dem Inflight Magazine der Hawaiian Airlines, Ausgabe Oktober –Dezember 2010)

Photos: Erich Linkheu

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